augenlaura

Alle Kontaktlinsen auf einen Blick

  • Alle erhältlichen Kontaktlinsenfabrikate
  • Kurz- und Weitsichtigkeiten von +/- 30dpt
  • Hornhautverkrümmung bis 12dpt
  • Keratokonus nach Hornhauttransplantation oder Laser-OP
  • Mehrstärken- bzw. Gleitsichtkontaktlinsen, wenn die Lesefähigkeit nachlässt
  • Kontaktlinsen für Kinder
  • Kontaktlinsen für Sportler
  • Kontaktlinsen für Allergiker
  • Kontaktlinsen bei Farbsehschwäche
  • Kontaktlinsen für trockene Augen
  • Kontaktlinsen für Bildschirmarbeitsplatz
  • Orthokeratologie- / Nachtlinsen
  • Kontaktlinsen zur Myopiekontrolle
  • Irisprintlinsen
  • Spezialanpassungen , wenn Standardausführungen nicht ausreichen
  • Bei medizinischer Indikation, wenn Brillengläser nicht mehr helfen
  • Bei Verlust innerhalb der Probetragezeit entsteht eine Gebühr

Orthokeratologie

schlafendeFrau



Traum Aussichten

Stellen Sie sich vor, sie wachen am Morgen auf und können tagsüber gut sehen ohne Sehhilfe.

Wahrer Traum

Mit Orthokeratologie verlieren Sie über Nacht Ihre Kurzsichtigkeit bzw. Weitsichtigkeit und erhalten Ihre Lesefähigkeit.

Seit 2002 passen wir Orthokeratologie-Linsen erfolgreich an. In Amerika ist dieses Verfahren seit 1995 durch die FDA zugelassen.

Orthokeratologie – Nachtlinsen

Vorteile der Orthokeratologie Kontaktlinsen Anpassung:

  • Eine sichere und effiziente Lösung, um frei von Brille und Kontaktlinsen zu sein
  • Scharf sehen mit und ohne Linsen - bei Tag und Nacht
  • Die Alternative zur Laserbehandlung (Lasik), d.h. der Vorgang ist voll reversibel
  • für Profisportler, Fußballer, Schwimmer usw.
  • staubiges Arbeitsumfeld und Computerarbeit
  • Eine ideale Lösung für alle Aktivitäten, bei denen Linsen und Brille stören
  • Eine ideale Lösung bei Trockenheitsproblemen mit herkömmlichen Linsen
  • Myopieprophylaxe: Orthokeratologie kann das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit bei Jugendlichen bremsen

Welche Fehlsichtigkeiten können korrigiert werden:

  • Kurzsichtigkeit bis -7,0 dpt
  • Hornhautverkrümmung bis -4,0 dpt
  • Weitsichtigkeit bis +1,5 dpt
  • Altersweitsichtigkeit

Was ist Orthokeratologie?

Ortho-K ist ein nicht-operativer Vorgang, der die Form des Auges mit Hilfe von Kontaktlinsen modelliert. Durch spezielle, individuell für jedes Auge gefertigte Kontaktlinsen verflacht sich die Vorderfläche des Auges gezielt.
Wenn der Grad der Abflachung sorgfältig gewählt wird, kann Kurzsichtigkeit und eine schwache Hornhautverkrümmung vollständig ausgeglichen werden, so dass keine Sehhilfe mehr getragen werden muss. Über Nacht werden die formgebenden Linsen getragen. Tagsüber ist das Sehen ohne Hilfe möglich.

Seit über 50 Jahren ist durch die Anwendung von hartflexiblen Kontaktlinsen bekannt, dass diese die Hornhaut verformen können. Durch die heutigen hochgasdurchlässigen Materialien und einer speziellen double reverse Geometrie wurde durch die FDA Zulassung (Food and Drug Adminsitration) in den USA 1995 die Orthokeratologielinse zugelassen. In Deutschland kam die Zulassung 2002 und seit dieser Zeit wende ich das Orthokeratologie-Verfahren mit mehr als 8000 Anpassungen Praxiserfahrung erfolgreich an. Der wunderbarste Nebeneffekt der Orthokeratologie ist die Myopieprophylaxe (siehe unten).

Ortho-K

Wie funktioniert's? Die Vorderfläche des Auges - die Hornhaut - ist hauptverantwortlich für die Fehlsichtigkeit. Sie hat Einfluss darauf, ob die gesehenen Gegenstände präzise auf unserer Netzhaut abgebildet werden. Eine kleine Veränderung der Hornhautform führt für einige Zeit zu klarem Sehen.

Eine Lösung auf Zeit. Da der Vorgang reversibel ist, werden die Ortho-K-Linsen nach einem abgestimmten Trageplan - meist jede Nacht - getragen. So bleibt die gewünschte Hornhautform erhalten. Durch die spezielle Form der Kontaktlinsen ist es möglich, dass das Zentrum zwischen 3 und 27 Mikrometer flacher wird (ein Haar ist 80 Mikrometer dick). Dabei wird nur das Epithel (die oberste Schicht der Hornhaut) moduliert. Bei einer Laserbehandlung wird in viel tiefere Schichten geschnitten (bis zu 150 Mikrometer).

Ortho-K-Linsen - Vorteile Die kleinen Wunderschalen sind höchst sauerstoffdurchlässig und etwas größer als herkömmliche formstabile Kontaktlinsen, wodurch der Tragekomfort spontan sehr hoch ist. Auch mit den Kontaktlinsen ist ein einwandfreies Sehen möglich, so dass Sie in Zukunft lange gute Sicht haben. Die Brille wird ganz überflüssig.

Das Vorgehen Wir, als Ihr Ortho-K-Spezialist, beraten Sie umfassend und vermessen die Form Ihrer Hornhaut in mehr als 20.000 Punkten mit einem computergesteuerten Messgerät. Wir messen ausführlich Ihre Fehlsichtigkeit und prüfen sorgfältig, ob Ihre Hornhaut für die Orthokeratologie geeignet ist.

Nach etwa 14 Tagen bekommen Sie Ihre Kontaktlinsen und tragen Sie nach genauer Einweisung zum ersten Mal über Nacht. Am nächsten Morgen kommen Sie mit den Linsen auf den Augen zur Kontrolle. Dort erleben Sie dann, wie gut Sie schon ohne Linsen sehen können. Bei den folgenden Sitz- und Funktionskontrollen können Sie uns alle Ihre Fragen stellen. Nach 3 bis 6 Tagen ist das gute Sehen in den meisten Fällen stabil.

Funktionsweise

Nach einem Jahr werden die Kontaktlinsen ausgetauscht, um sicherzustellen, dass sie immer die ideale Form haben und die optimale Menge an Sauerstoff durchlassen.

Warum entwickelt sich Kurzsichtigkeit?

Drei wesentliche Faktoren für die Entstehung der Kurzsichtigkeit sind:

Biologische Mechanismen der Myopie:

"Die Netzhaut kann offenbar das Augenlängenwachstum allein durch Auswertung der Bildschärfe selbst steuern.“​

Prof. Dr. rer. nat. Schaeffel – Neurobiologie Universität Tübingen​

Prof. Dr. med. Lagreze – Universität Freiburg

Quelle: Dt. Ärzteblatt 4-2017

Umwelteinflüsse / Sehgewohnheiten:​​

Umwelteinflüsse spielen eine entscheidende, unbewusste Rolle für das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit. Für viele Menschen, die mehr Zeit drinnen verbringen als draußen herrscht ein Tageslichtmangel. Dadurch ist der Risikofaktor zum Fortschreiten der Myopie um ein 5faches erhöht, da eine Raumbeleuchtung von nur 500 Lux das Längenwachstum des Auges begünstigt. Eine Beleuchtungsstärke von 5000 Lux ​z.B. bei Tageslicht ist optimal.

Viel Lesen, PC- & Handybenutzung erhöht das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit um den Faktor 16.

Globale Epidemiologie und genetische Disposition:

Eine Metaanalyse von 2016 ergibt, dass sich die Entwicklung der Kurzsichtigkeit in Zentraleuropa bis 2050 um 54% erhöht. Die WHO listet die Kurzsichtigkeit unter den fünf häufigsten Augenerkrankungen auf.

Ebenfalls ist die genetische Disposition für eine Vererbung der Kursichtigkeit verantwortlich. Wenn ein Elternteil kurzsichtig ist, wird dies zu einer Wahrscheinlichkeit von 35% weitervererbt.

Schaeffel

Orthokeratologie für Weitsichtige / Bifokal

OK Hyperop

Endlich ist es soweit: Für Weitsichtige kann die Hornhaut auch über Nacht reguliert werden und damit hat man freies Sehen ohne Sehhilfe am Tag.

Die Vorteile überwiegen:

  • Ohne Sehhilfe auch auf die Nähe scharf sehen
  • Scharfes Sehen am Bildschirmarbeitsplatz
  • Keine trockene Augen in klimatisierten Räumen
  • Freies Sehen bei allen Sportarten, vor allem beim Schwimmen und immer wenn die Sehhilfe stört.


Unabhängig von der vorhergegangenen Fehlsichtigkeit kommt zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr die Altersweitsichtigkeit dazu.

Orthokeratologie - Theorie und Fallbeispiele

Augenärztliche Fortbildung am 10.04.2019 in Halle

Die häufigsten Fragen schnell beantwortet

Wie wirken Ortho-K Linsen?

Es handelt sich hierbei um formstabile Kontaktlinsen welche die vorhandene Fehlsichtigkeit und Hornhautverkrümmung korrigieren indem die zentrale Oberfläche der Hornhaut kontrolliert verformt wird. Im Gegensatz zur Laserchirurgie ist Orthokeratologie aber risikofrei, schmerzfrei und zu 100% reversibel.


Bis zu welcher Stärke kann man Ortho-K Linsen anpassen?

Myopie bis – 7,00 dpt
Hyperopie bis + 1,50 dpt
Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) bis -4,00 dpt
Altersweitsichtigkeit bis 2.50 dpt

Wer ist für Ortho-K geeignet?

Prinzipiell jeder, der tagsüber keine Brille oder Kontaktlinsen tragen und sich nicht den Risiken einer Augen-OP aussetzen möchte. Ortho-K ist bei richtiger Anpassung und Durchführung sehr sicher, da im Gegensatz zu chirurgischen Methoden (LASIK, LASEK ect.) das Hornhautgewebe nicht eingeschnitten oder durch einen Laser verdampft wird.
Auch bei trockenen Augen und Hornhautverkrümmungen können Ortho-K-Linsen getragen werden.
In wenigen Fällen ist eine Ortho-K-Linsenanpassung jedoch nicht möglich, wie z. B. bei Keratokonus oder nach einer Lasik-OP.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Die Eignung für Orthokeratologie kann nur durch eine ausführliche Voruntersuchung durch einen Spezialisten festgestellt werden. Hierbei werden nicht nur die Brillenwerte und die Daten des vorderen Augenabschnittes bestimmt, sondern es werden auch die physiologischen Bedingungen am Auge ermittelt.
Das Auge sollte in jedem Fall gesund sein und keinerlei Erkrankung der Hornhaut, Bindehaut oder der Augenlider haben.

Kann Ortho-K Kindern und Jugendlichen helfen die steigende Fehlsichtigkeit zu stoppen?

Absolut. Ortho-K wird genutzt, um die Kurzsichtigkeit zu korrigieren und die steigende Myopie zu verlangsamen bzw. zu stoppen. Bereits ab dem 5. Lebensjahr ist eine Ortho-K-Anpassung möglich.

Wie lange kann man Ortho-K-Linsen tragen?

Im Prinzip ein Leben lang.

Gibt es irgendwelche Risiken beim Tragen der Linsen über Nacht?

Studien haben gezeigt, dass das Tragen von formstabilen Linsen über Nacht sicherer ist, als das Dauertragen weicher konventioneller Linsen. Selbstverständlich ist dafür eine korrekte Pflege und Handhabung dieser Kontaktlinsen unerlässlich. Welche wir Ihnen selbstverständlich ausführlich erklären. Schädliche Auswirkungen auf das Auge oder Langzeitschäden können somit bei richtiger Anwendung ausgeschlossen werden. Im Gegensatz zu einem operativen Eingriff mit Laser, erfolgt kein Abtrag von Hornhautgewebe sowie die Durchtrennung von Hornhautnervenfasern. Wenn Sie Ihre Nachlinsen nicht mehr einsetzten, formt sich die Hornhaut in die ursprüngliche Form zurück. Das heißt, Sie erhalten Ihre alten Ausgangsbrillenwerte zurück, wie vor dem Tragen von Ortho-K-Linsen. Diese könnte später bei möglichen Operationen wie dem Grauen Star, nützlich sein. Zusätzlich entstehen durch die Benutzung der Orthokeratologielinsen keinerlei Hornhautnarben, wie sie z.B. bei der Lasik entstehen. Insofern ist gerade bei einem trockenen Auge keine Verschlechterung durch das Linsentragen über Nacht zu erwarten.

Wie lange dauert es, bis ich tagsüber gut sehe?

Erfahrungen haben gezeigt, dass nach der ersten Nacht meist schon 2/3 der Fehlsichtigkeit korrigiert werden. Geringe Kurzsichtigkeiten, z.B. -1,0dpt, sind bereits nach der ersten Nacht korrigiert.

Kann man zuvor Probelinsen testen?

Nein! Diese Ortho-K-Linsen werden direkt nach Ihrer Hornhaut bestellt, welche wie ein Fingerabdruck einzigartig ist. Um aber kein Risiko eingehen zu müssen, können Sie die Linsen 4 Wochen testen, um eine Entscheidung für oder dagegen zu treffen.

Sind Ortho-K Linsen besonders unkomfortabel während des Tragens über Nacht?

Das Tragen der Ortho-K-Linsen über Nacht ist schmerzfrei. Schon wenige Minuten nach dem Einsetzen spüren die meisten Patienten die Linsen nicht mehr. Gerade bei geschlossenen Augen hat die Kontaktlinse keine Bewegung und man merkt diese kaum.

Wie oft müssen die Nachtlinsen getragen werden?

Es empfiehlt sich die Kontaktlinsen jede Nacht zu tragen. Bei geringeren Fehlsichtigkeiten reicht aber oftmals das Tragen aller zwei Nächte.

Benötige ich weiterhin eine Brille?

Nein. Normalerweise sehen Sie durch die Ortho-K-Linsen auch bis spät in die Nacht. Es gibt natürlich immer Ausnahmen, wie eine extra Lesebrille oder eine schwache Brille für nachts zum Autofahren, gerade bei sehr hohen Fehlsichtigkeiten (> 6.00 dpt).

Was passiert, wenn ich die Kontaktlinsen nicht mehr trage?

Orthokeratologie ist zu 100% reversibel. Das heißt, dass sich die Hornhaut vollständig zurückbildet, wenn Sie die Linsen nicht mehr tragen. Somit erlangen Sie wieder Ihre Fehlsichtigkeit wie vor der Ortho-K-Anwendung.

Warum habe ich von Orthokeratolgie noch nie etwas gehört?

Optiker haben oftmals nicht die notwendige Ausstattung und das erforderliche Knowhow und Augenärzte bevorzugen oftmals Augen-Laser-OP, daher wird das Orthokeratologie – Verfahren in Deutschland nicht erwähnt bzw. angeboten. Ortho-K-Linsen dürfen nur vom Spezialisten angepasst werden.
Weltweit ist der Anteil an Ortho-K-Anpassungen deutlich höher, z.B. in den Niederlanden, wo sich das Verfahren seit Jahren eine breite und treue Anhängerschaft gesichert hat.

Woher kommt die Idee für Ortho-K-Linsen?

Die Historie der Orthokeratologie soll einer Sage nach bereits im alten China beginnen. Im 16. Jahrhundert wurden kleine mit Reis oder Sand gefüllte Säckchen über Nacht auf die geschlossenen Augenlider gelegt. Der somit applizierte Druck soll leichte Reduzierungen der Myopie hervorgerufen haben. Belege hierfür gibt es jedoch keine.
Bereits im 19. Jahrhundert gab es Versuche mit formstabilen Kontaktlinsen, doch erst George Jessen war 1962 der erste, der mit seiner „Orthofocus-Theorie“ Ansätze der modernen Orthokeratologie verfolgte. Mitte der neunziger Jahre erfuhr die Orthokeratologie durch neue Möglichkeiten der Messtechnik und der Entwicklung sauerstoffdurchlässiger Kontaktlinsenmaterialien neuen Aufwind und wurde 1995 in den USA zugelassen. In Deutschland ist die moderne Ortho-K Linse seit 2002 auf dem Markt. Das Produkt wird ständig weiterentwickelt, so dass der Anpassbereich über die Jahre stetig vergrößert wird.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Um Ortho-K-Kontaktlinsen zu bestellen, ist es zwingend erforderlich, Ihre Augen und Hornhäute gründlich zu vermessen. Im Rahmen eines persönlichen und natürlich unverbindlichen Beratungstermins mit uns, als Ihrem Kontaktlinsen-Spezialisten, führen wir all diese Messungen durch. Dabei können wir die korrekte Korrektur für Ihre Augen bestimmen und mit Ihnen die Kosten besprechen. Sollten Sie sich für die Ortho-K-Linsen entscheiden, fällt eine individuelle Rücknahmegebühr an, welche ein „Probetragen“ für 4 Wochen beinhaltet.

Kinderoptometrie / Myopie Kontrolle

Kind

Prävention vor der Gefahr der Kurzsichtigkeit

Mit der weltweiten Zunahme der Kurzsichtigkeit steigen auch die Risiken für schädliche Spätfolgen. Es lohnt sich deshalb aktiv zu werden, um die Zunahme so weit wie möglich in Grenzen zu halten, vor allem bei Kindern im Schulalter und bei Jugendlichen.

Die Anzahl der Menschen mit einer Kurzsichtigkeit (=Myopie) hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Laut WHO (World Health Organization) werden im Jahr 2050 50% der Weltbevölkerung kurzsichtig sein, davon 10% hochgradig kurzsichtig mit über 5 Dioptrien. Dieses Längenwachstum der Augen stellt langfristig ein erhöhtes Gesundheitsrisiko dar.

Lassen Sie es nicht so weit kommen! Kontrollieren und stoppen Sie Ihre Kurzsichtigkeit – auch bei Ihren Kindern.

Je höher die Dioptrien der Kurzsichtigkeit, umso höher die Gefahr der daraus resultierenden Augenerkrankungen.

Sekundärrisiken

Welche Möglichkeiten gibt es, etwas gegen das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit zu tun?

Kontaktlinsen:

Weiche und formstabile Kontaktlinsen mit Lesezusatz (nicht zu verwechseln mit Kontaktlinsen für Alterssichtigkeit) verlangsamen die Zunahme der Kurzsichtigkeit um bis zu 45%.

Ortho-K-Kontaktlinsen (siehe auch oben) Die zur Zeit effektivste Möglichkeit zur Myopiekontrolle bietet die Orthokeratologie (Nachtlinsen). Diese Linsen werden nur während des Schlafens getragen und verändern über Nacht die Hornhaut im Auge so, dass Fehlsichtige tagsüber scharf sehen – ganz ohne Linsen oder Brille. Myopie bis zu 7.0dpt und Hornhautverkrümmungen (Astigmatismus) bis zu 3.0dpt können so korrigiert werden. Dank über drei Jahrzehnten Erfahrung können Langzeitschäden am Auge ausgeschlossen werden. Wir selbst praktizieren dieses Verfahren erfolgreich seit 2002 und gehören damit zu den Pionieren in Deutschland. Zusätzlich zum positiven Effekt auf die Myopie eignen sich Nachtlinsen hervorragend für alle, die sich tagsüber mit Linsen oder Brille eingeschränkt fühlen.

Pharmakologisch

Therapieansatz mit Atropin durch den Augenarzt

Welche Maßnahme ist für Ihr Kind die Richtige?

Um dies herauszufinden, benötigen Kinderaugen besondere Sorgfalt!

Eine optometrische Untersuchung beleuchtet dabei: Anamnese, Sehanalyse, Sehgleichgewicht beider Augen, Farbsinnprüfung, Funktion der Augenmuskeln und Pupillen, Screeningtests des Tränenfilms, Betrachtung des vorderen Augenabschnittes.

Ab welchem Alter sollten Sie handeln?

Schulanfang

Grundsätzlich gilt: Je früher, desto besser.

Praxiserfahrungen zeigen, dass bereits im Alter von 5 Jahren begonnen werden kann. Je früher die Kurzsichtigkeit im Kindesalter beginnt, umso stärker ist diese in der Regel im Erwachsenalter ausgeprägt.

Ein Beispiel:Kind, 6 Jahre alt, Brille -1,0 dpt

Beispiel

Hier können Sie den Verlauf Ihrer Kurzsichtigkeit oder die Ihres Kindes simulieren und die verschiedenen Möglichkeiten der Prophylaxe testen.

Was können Sie als Eltern unterstützend tun?

Ihr Kind sollte sich möglichst zwei Stunden am Tag draußen aufhalten.

Beim Lesen einen großen Abstand zum PC / Handy / Buch halten.

Myopieprophylaxe – denn bereits ein kurzsichtiges Elternteil führt zu einer 35%igen Vererbung der Fehlsichtigkeit.

Hier finden Sie eine Stellungnahme des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands & der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft zum Thema "Empfehlungen bei progredienter Myopie im Kindes- und Jugendalter "

Speziallinsen

keratokonus

Keratokonus

Keratokonus ist eine krankhafte Veränderung der Hornhaut, bei der sich die Hornhaut Kegelförmig vorwölbt. Somit entstehen durch die Verkrümmung der Hornhaut verzogene Bilder, welche sich mit Brillengläser nicht korrigieren lassen.


Anpassung von Kontaktlinsen bei Keratokonus

Nur mit speziellen hartflexiblen Kontaktlinsen kann bei den 4 Formen des Keratokonus eine gute Sehleistung erreicht und bis zu 40% gesteigert werden. Diese komplexe Anpassung ist unser Spezialgebiet. Unsere langjährige Anpasserfahrung mit den speziellen Kontaktlinsengeometrien bei Keratokonus zeichnet unsere Fachkompetenz aus.



Verdacht auf Keratokonus besteht bei:

  • Zunahme der Kurzsichtigkeit Innerhalb kurzer Zeiträume
  • Hornhaut-Verkrümmung kann sich Jährlich verändern
  • Brillengläser können nicht mehr bestimmt werden
  • Sehleistung mit den Brillengläsern wird immer schlechter und im Endstadium des Keratokonus nicht mehr korrigierbar

Anpassung von Kontaktlinsen nach Keratoplastik

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Mit speziell angepassten Keratoplastiklinsen, welche der Hornhautform (Transplantat, Narben und Übergang zur eigentlichen Hornhaut) gerecht werden und somit zu einer guten Sehleistung führen. Die Kontaktlinse und der Tränenfilm zwischen der Kontaktlinse und der Hornhaut gleichen Unregelmäßigkeiten aus und ermöglichen eine höhere Sehqualität.

Anpassung von Kontaktlinsen nach Augenverletzungen

augenverletzung-www

Nach starken Augeninfektionen und Verletzungen mit Vernarbungen des körpereigenen Hornhautgewebes, kann das getrübte Gewebe mit einer Spenderhornhaut ersetzt werden. Damit wieder eine gute Sehleistung erreicht werden kann, ist die Nachversorgung mit einer Speziallinse erforderlich.

Anpassung von Kontaktlinsen nach Laserbehandlung

nachLaserBehandlung

Nach einer Laser Behandlung können Komplikationen auftreten und das Auge erreicht keine gute Sehleistung. In den meisten Fällen kann mit einer Speziallinse das Defizit der Fehlsichtigkeit ausgeglichen werden, das oftmals zu einer anpasstechnischen Herausforderung wird, weil die Hornhaut einem Krater ähnelt. Meist erfolgt nach einer Laserbehandlung nach Jahren ein wiederkehrendes Defizit der Hornhaut und kann ebenfalls mit Speziallinsen nachkorrigiert werden.

Allgemeine Komplikation nach Laser-Behandlung

  • Erhöhtes Trockenheitsgefühl
  • Herabgesetztes Sehvermögen und Lichthöfe in der Dämmerung und im Dunkeln
  • Ab dem Alter von 35 Jahren sollte bedacht werden, dass die Altersweitsichtigkeit mit ca. 45 Jahren sich bemerkbar macht

Post Lasik Linsen – Misserfolg der Lasik OP

Bei der Laserbehandlung wird der zentrale Bereich der Hornhaut bei Kurzsichtigkeit irreversibel (unwiderruflich) abgeflacht um die Fehlsichtigkeit zu beseitigen. Leider gibt es keinen konstanten Wert der Fehlsichtigkeit über ein ganzes Leben, somit verändert sich der Dioptrienwert einige Jahre einer Laserbehandlung. D.h. es wird wieder eine Sehhilfe benötigt. Zur Korrektion kann eine Komplexe Anpassung mit Post-Lasik Linsen erfolgen und die Fehlsichtigkeit wird wieder nachkorrigiert.

Chromagen-Linsen bei Farbsehschwäche

nachLaserBehandlung

Jeder elfte deutsche Mann leidet an einer vererbten Rot-Grün-Sehschwäche – und hat dadurch Probleme die Lichter einer Ampel zu erkennen, Blumen zu unterscheiden oder Fußballteams anhand ihrer Trikotfarben auseinander zu halten. Und rund fünf Prozent der Deutschen leiden an angeborener Legasthenie und ihren Symptomen: Buchstaben tanzen über ein Blatt Papier, Wörter versinken im Hintergrund, Textzeilen flimmern so schnell, dass man sie kaum lesen kann. Mit der innovativen Kontaktlinse ChromaGen kann den vier Millionen Menschen mit Farbsehschwäche und den drei Millionen Legasthenikern in Deutschland geholfen werden. Bereits seit 1996 werden ChromaGen-Kontaktlinsen erfolgreich in England eingesetzt.

Das Geheimnis der ChromaGen-Kontaktlinsen sind ihre Farbfilter, die individuell an jedes Auge des Patienten angepasst werden. Die individuelle Anpassung und die Wirkungsweise unterscheiden sich bei Farbfehlsichtigen und Legasthenikern: Man geht davon aus, dass die Farbfilter bei Farbfehlsichtigen die Zapfen und Stäbchen im Auge stimulieren. So helfen sie dabei, Farben besser zu unterscheiden und die Anzahl der wahrgenommenen Farben und Schattierungen von circa 2.000 auf circa 6.000 zu steigern. Bei einer repräsentativen wissenschaftlichen Untersuchung in England bestätigten 97% der Testpersonen eine verbesserte Farbwahrnehmung. Die Träger der Kontaktlinsen berichteten außerdem davon, Farben heller und klarer wahrnehmen und besser benennen zu können. Bei Legasthenikern harmonisieren die Filter dagegen vermutlich die Zusammenarbeit der Sehbahnen. Sie tragen so dazu bei, die Störung der visuellen Verarbeitung auszugleichen, die mitverantwortlich für die Legasthenie ist. Eine in England durchgeführte wissenschaftliche Studie mit 434 Kindern bestätigt die Wirkung von ChromaGen: Bei über 90% der jungen Patienten verbesserten sich die Lese- und Rechtschreibfähigkeiten um mindestens 45%, bei der Mehrzahl von ihnen sogar um über 75%.

ChromaGen-Kontaktlinsen können weder Farbsehschwächen noch Legasthenie heilen, aber sie erleichtern den Alltag der Betroffenen. Farbfehlsichtige kommen sicherer durch den Straßenverkehr und Legastheniker können dank ChromaGen vielleicht besser lesen und schreiben.